Die Sachsen zeigen, wie’s geht: Die Sächsische Impfkommission (SIKO) hat die Empfehlung zur HPV-Impfung auf Frauen bis 26 Jahre erweitert. Grund für ihre Entscheidung sind Auswertungen der Zulassungsstudien, die zeigen, dass die Impfung auch für Frauen über 17 sinnvoll ist.
Damit ist Sachsen das erste Bundesland, in dem die öffentliche Empfehlung zur HPV-Impfung auf Frauen bis zu ihrem vollendeten 26. Lebensjahr ausgedehnt wird. In den restlichen Bundesländern gilt die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Der Gedanke dahinter: Hohe HPV-Impfraten sind die Voraussetzung für eine deutliche Verringerung der Fälle von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen in der Zukunft.
Die Frauen- und Hausärzte beraten Ihre Patientinnen zum Thema HPV-Impfung und können die Impfung auch durchführen. Deutschlandweit erstatten immer mehr Krankenkassen die Kosten für die Impfung für Frauen über 18 Jahre auf Anfrage – es ist also empfehlenswert, sich gezielt zu informieren.
Zurzeit gibt es zwei HPV-Impfstoffe: Beide schützen vor Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen hervorgerufen durch bestimmte humane Papillomviren. Einer der beiden Impfstoffe kann zusätzlich vor Genitalwarzen schützen.

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