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FAQ - HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

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Was sind humane Papillomviren?

Humane Papillomviren, abgekürzt HP-Viren oder HPV, sind weltweit die am häufigsten übertragenen Viren. Die Viren werden durch Haut- bzw. Schleimhautkontakt (zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr) übertragen. Es gibt über 100 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus. Die meisten sind nicht gefährlich, wie diejenigen, die Warzen an Händen und Füßen verursachen. Über 40 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus können jedoch Erkrankungen im Genitalbereich hervorrufen. Bei den meisten Frauen bekämpft das körpereigene Immunsystem die Viren und heilt sie dadurch ohne Folgen aus. Doch in einigen Fällen können die humanen Papillomviren Zellveränderungen der Schleimhaut des Gebärmutterhalses verursachen. Etwa ein bis drei Prozent dieser Zellveränderungen entwickeln sich über einen Zeitraum von ungefähr zehn Jahren zu einem Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs).

Welche Typen des Papillomvirus haben ernsthafte Folgen?

Ungefähr 40 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus können Infektionen im Genitalbereich hervorrufen. Vier dieser Typen sind für viele Erkrankungen im Genitalbereich verantwortlich:

  • Die Hochrisiko-Typen 16 und 18 können Gebärmutterhalskrebs oder Zellveränderungen der Schleimhaut des Gebärmutterhalses verursachen, die sich zu einer Krebserkrankung entwickeln können.
  • Niedrigrisiko-Typen wie die HPV-Typen 6 und 11 können Warzen im Genitalbereich auslösen.

Wie verbreitet sind humane Papillomviren?

Was die meisten nicht wissen: Humane Papillomviren sind in der Umwelt weit verbreitet. Sie werden leicht übertragen und von den Betroffenen oft gar nicht bemerkt. Eine Infektion mit humanen Papillomviren betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Die meisten Menschen kommen früher oder später in ihrem Leben mit HPV in Berührung. Rund 75 Prozent der sexuell aktiven Menschen infizieren sich dann tatsächlich mit den Viren, darunter sind vor allem Jugendliche.

Woher weiß ich, dass ich mit humanen Papillomviren infiziert bin?

Die meisten betroffenen Frauen erfahren aufgrund eines auffälligen Abstriches beim Frauenarzt, dass eine HPV-Infektion besteht. Ein Abstrich vom Gebärmutterhals (auch als Pap-Test bekannt) ist Teil einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt. Anhand des Befundes eines Abstrichs kann der Arzt beurteilen, wie stark die Zellen verändert sind. Ein auffälliger Abstrich ist also ein Zeichen, das man nicht ignorieren sollte, denn es besteht die reale Gefahr, dass sich Zellveränderungen im Gebärmutterhals zu einer Krebserkrankung entwickeln. Manchmal hilft bei der Diagnose auch zusätzlich ein HPV-Test und, falls weitere Abklärungen erforderlich sind, eine Gewebeprobeentnahme.

Wie infiziere ich mich mit humanen Papillomviren?

HPV wird in erster Linie durch sexuelle Kontakte übertragen. Dabei kommt es durch den Schleimhautkontakt beim Geschlechtsverkehr (einschließlich Petting und Analverkehr) zu einer Virenübertragung im Schleimhautbereich der Geschlechtsorgane. HPV kann ebenfalls durch Oralsex oder Hand-Genital-Kontakt übertragen werden. Somit kann man sich anstecken, ohne Geschlechtsverkehr zu haben. Und da die meisten Menschen, die das Virus in sich tragen, keinerlei Symptome haben, können sie das Virus unwissentlich übertragen. Männer können sich mit HPV genauso infizieren wie Frauen; die Übertragung erfolgt ebenfalls über Haut- und Genitalkontakte.

Was hat Gebärmutterhalskrebs mit humanen Papillomviren zu tun?

Im Gegensatz zu anderen Krebsarten wird Gebärmutterhalskrebs durch humane Papillomviren ausgelöst. Dabei werden rund 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs durch die sogenannten Hochrisiko-Typen 16 und 18 verursacht. Die weiteren 30 Prozent werden durch circa 15 andere HP-Virentypen hervorgerufen. Eine Infektion mit diesen Viren kann dazu führen, dass sich Zellen des Gebärmutterhalses krankhaft verändern. Wird diese Zellveränderung nicht entdeckt und behandelt, kann in einem Zeitraum von zehn Jahren Gebärmutterhalskrebs entstehen, in seltenen Fällen auch schneller.

Wie weit verbreitet ist Gebärmutterhalskrebs?

Weltweit sterben an dieser Krebserkrankung rund 250.000 Frauen jährlich.
In Deutschland war Gebärmutterhalskrebs eine der häufigsten Krebserkrankungen unter Frauen bis zur Einführung der Krebs-Früherkennungsuntersuchung 1971. Derzeit wird bei mehr als 6.000 Frauen - meist im Alter zwischen 35 und 55 Jahre - jährlich ein Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) neu diagnostiziert. Die Zahl der Todesfälle ist dank Präventionsprogrammen wie Screening-Untersuchungen zwar deutlich reduziert, nach wie vor sterben in Deutschland aber noch nahezu 1.800 Frauen jährlich. Ein Grund: In Deutschland nimmt nur jede zweite Frau über 20 Jahre das Angebot der Krebsfrüherkennung wahr.

Was sind Zellveränderungen am Gebärmutterhals?

Veränderte, also abnormale Zellen des Gebärmutterhalses werden als zervikale Dysplasie bezeichnet und lassen sich durch einen Abstrich beim Frauenarzt nachweisen. Je schwerwiegender die Zellveränderung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus ein Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) entwickelt. Dieser Prozess kann über Jahre verlaufen, doch in selteneren Fällen kann ein Zervixkarzinom auch innerhalb kürzerer Zeit entstehen. Findet der Frauenarzt mittels eines Abstrichs abnormale Zellen und bilden sich diese in einem gewissen Zeitraum nicht von allein zurück, schlägt er in der Regel eine Konisation vor, eine Entnahme von Gewebe des Gebärmutterhalses. (LINK Konisation im Navigationspunkt HPV) In Deutschland werden jährlich circa 150.000 Konisationen durchgeführt.

Was sind Genitalwarzen und wodurch werden sie verursacht?

Genitalwarzen, auch Feigwarzen genannt, sind Hautveränderungen, die an den Geschlechtsorganen oder in der Nähe des Anus auftreten. Sie werden durch bestimmte Niedrigrisiko-Typen (z.B. Typ 6 und 11) des humanen Papillomvirus verursacht. Die HPV-Typen, die Genitalwarzen verursachen, sind nicht mit den Typen identisch, die Gebärmutterhalskrebs verursachen (Hochrisiko-Typen). Genitalwarzen sind keine lebensgefährliche, doch zu behandelnde Erkrankung, die sowohl Frauen als auch Männer betreffen kann.
Genitalwarzen wirken sich eventuell stark auf das Gefühlsleben aus. In neuen oder bestehenden Beziehungen führen sie zu Spannungen und psychischen Belastungen. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, die sich individuell nach Form und Ausdehnung der Warzen richten. Bei einzelnen, kleinen und nicht entzündeten Genitalwarzen eignen sich Medikamente in Form von Gels, Cremes oder Lösungen. In schweren Fällen helfen Operationen, bei denen die Warzen mit verschiedenen Instrumenten entfernt werden.

Verursacht das humane Papillomvirus auch andere Krebserkrankungen?

Ja. Bestimmte Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus können neben Gebärmutterhalskrebs auch andere Krebserkrankungen im Genitalbereich auslösen zum Beispiel Krebs der Vagina (Scheide), der Vulva (äußere Geschlechtsorgane) oder des Anus (Darmausgang).

Wie kann ich das Risiko verringern, Erkrankungen zu bekommen, die durch humane Papillomviren verursacht werden?

  • Geh zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung
    Die Früherkennung krankhafter Veränderungen am Gebärmutterhals ist sehr wichtig. Ein Abstrich vom Gebärmutterhals (Pap-Test) ist Teil der Routineuntersuchung beim Frauenarzt.
  • Sprich mit Deinem Frauenarzt
    Dein Frauenarzt / Deine Frauenärztin ist die beste Informationsquelle zum Thema Gebärmutterhalskrebs und HPV.
  • Lass Dich behandeln
    Wenn dein Frauenarzt bei Dir eine Erkrankung feststellt, die durch humane Papillomviren ausgelöst wurde, wird er mit dir über geeignete Behandlungsmöglichkeiten sprechen.
  • Es gibt eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Ist die Impfung nach dem ersten Geschlechtsverkehr noch sinnvoll?

Günstig ist die Impfung vor den ersten sexuellen Kontakten. Sie macht auch bei jungen Frauen Sinn, die schon Geschlechtsverkehr hatten. Und die Wahrscheinlichkeit, mit nur einem der vier HPV-Impfstofftypen infiziert zu sein, liegt bei Frauen mit mehr als vier Partnern bei knapp 70 Prozent. Frauen, die mit einem der HPV-Typen infiziert sind, haben immer noch Schutz vor den restlichen HPV-Typen, gegen die die Impfung wirkt.

Ist die Impfung sinnvoll, wenn ich bereits infiziert bin oder es einmal war?

Ja, denn selbst nach einer ausgeheilten, überstandenen Infektion ist eine Impfung sinnvoll. Sie bietet Schutz vor einer erneuten Ansteckung.

Kann ich HPV nach einer ausgeheilten Infektion wieder bekommen?

Ja, auch nach einer überstandenen HPV-Infektion kannst Du dich wieder mit humanen Papillomviren infizieren. Hier kann dein Frauenarzt eine Impfung vorschlagen.

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Die Chance nutzen: Impfschutz vor Gebärmutterhalskrebs. Diese Woche steht bei Radio Energy ganz im Zeichen des Impfschutzes vor Gebärmutterhalskrebs. Artikel lesen

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"Ich habe meine Tochter impfen lassen". Eine Mutter erzählt, warum sie ihre Tochter gegen HPV hat impfen lassen. (Frau von Heute 16.4.2010)Artikel lesen

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