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Pressestimmen
16.04.2010 // PublikumspresseGebärmutterhalskrebs kann verhindert werden
11.11.2009 // PublikumspresseGebärmutterhalskrebs? Soll ich mich impfen lassen?
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Pressemitteilung: Experten appellieren: Mädchen, lasst Euch gegen Gebärmutterhalskrebs impfen
26.01.2010Rückgang der Impfraten der HPV-Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs gefährdet Vorbeugungs-Erfolg.
Hamburg, 26.01.2010 - Eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs und kaum Eine geht hin? Gibt´s nicht? Doch. Nach der Einführung zweier Impfstoffe im Jahr 2006 bzw. 2007, die Gebärmutterhalskrebs und dessen Krebsvorstufen vorbeugen können, haben sich in Deutschland hunderttausende Mädchen und junge Frauen impfen lassen. Mittlerweile ist das Interesse an der Impfung deutlich abgekühlt: Die Impfrate in der wichtigsten Zielgruppe für die Impfung – 12 bis 17-jährige Mädchen – ist auf 33 Prozent gesunken. Medizinische Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) betonen, dass eine hohe Impfrate die Erkrankungszahlen bei Gebärmutterhalskrebs und dessen Krebsvorstufen zukünftig bedeutend verringern könnte. Darüber informierte der Impfstoffhersteller Sanofi Pasteur MSD heute auf einer Pressekonferenz in Hamburg im Rahmen der Europäischen Woche zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs vom 24. – 30. Januar, einer europaweiten Initiative der International Union against Cancer (UICC).Gebärmutterhalskrebs und Vorstufen dieser Erkrankung werden durch bestimmte Typen Humaner Papillomviren (abgekürzt: HPV) verursacht. Der Hauptübertragungsweg für die Viren ist der Geschlechtsverkehr, aber auch bei äußerem Kontakt, z. B. Petting, können die Viren übertragen werden. Die Viren sind weit verbreitet, die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Lauf ihres Lebens damit, ohne dass die Infektion Beschwerden verursacht. Glücklicherweise macht die Immunabwehr die Viren in vielen Fällen unschädlich. Kommt es aber zu einer bleibenden Infektion der Schleimhaut des Gebärmutterhalses, können sich die infizierten Zellen krankhaft verändern und über Krebsvorstufen nach Jahren zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln.Es gibt zwei Impfstoffe, mit denen man sich gegen die beiden aggressivsten Vertreter dieser Virenfamilie schützen kann. Diese beiden HPV-Typen verursachen rund 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebsfälle weltweit. Einer der beiden Impfstoffe kann zusätzlich Genitalwarzen vorbeugen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) – ein Impfexpertengremium, das vom Gesundheitsministerium berufen wird und am Robert-Koch-Institut in Berlin angesiedelt ist – die Impfung besonders für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Hintergrund dieser Altersempfehlung: Den größten Nutzen durch die Impfung haben Mädchen, die noch keine sexuellen Kontakte hatten – sich also noch nicht mit HPViren infizieren konnten.
Wichtig zu wissen: Die Impfung dient der Vorbeugung – sie hat keinen therapeutischen Effekt auf Vorstufen oder Gebärmutterhalskrebs. Die Impfung schützt auch nicht gegen alle HPV-Typen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Daher bleibt auch nach einer Impfung die jährliche Früherkennungsuntersuchung, die in Deutschland für Frauen ab 20
Jahren angeboten wird, wichtig. Die Kombination aus Impfung und Früherkennung ist die beste Kombination zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs.
Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs: körperlich und emotional belastend für Frauen
Frau Professor Monika Hampl, stellvertretende Klinikdirektorin der Universitätsfrauenklinik Düsseldorf, führt den Rückgang der Impfraten auf eine falsche Risikowahrnehmung bei Mädchen und Frauen zurück: „Junge Mädchen und Frauen fühlen sich von Gebärmutterhalskrebs nicht betroffen, da sie immer wieder hören, dass daran nur ältere Frauen erkranken. Dass sich Mädchen aber schon bei ersten sexuellen Kontakten mit HPV anstecken und sich infolgedessen später Krebsvorstufen entwickeln könnten, ist vielen nicht bewusst.“Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich über Jahre hinweg über Vorstufen mit verschiedenem Schweregrad. Ein auffälliger Befund bei der Früherkennung, der weitere diagnostische Untersuchungen nach sich zieht, kann für betroffene Frauen emotional sehr belastend sein. Wird ein operativer Eingriff notwendig, kommt die körperliche Belastung dazu. Hierzulande erkranken jedes Jahr über 6.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, rund 1.600 sterben jedes Jahr daran. „In der öffentlichen Diskussion um den Nutzen der Impfung greifen Kritiker häufig zu kurz, wenn sie die gesundheitliche Belastung für Frauen nur auf den Befund Gebärmutterhalskrebs reduzieren. Die wirkliche Krankheitslast, die man mit der Impfung reduzieren könnte, sieht man erst, wenn man die jährlich rund 140.000 chirurgischen Eingriffe, sog. Konisationen, mit einbezieht, mit denen Krebsvorstufen am Gebärmutterhals behandelt werden. Diese Eingriffe können z.B. das Risiko von Frühgeburten erhöhen“, erklärte Hampl. Bei einer hohen Impfrate könnten davon im Idealfall jedes Jahr rund 1.100 Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs und 70.000 Konisationen am Gebärmutterhals verhindert werden.
Wichtige Informationen für junge Mädchen beim Frauenarztbesuch
Studien zum Sexualverhalten Jugendlicher zeigen, dass Jugendliche in Deutschland häufig bereits mit 14 Jahren ihren ersten Sexualkontakt haben. Die Beratung zur HPV-Impfung und zum geeigneten Zeitpunkt dafür ist deshalb Routine in den Frauenarztpraxen und bezieht häufig die Mütter der Mädchen ein. „Wir sprechen beim ersten Frauenarzttermin über alles, was Jugendliche beschäftigt – Sexualität, Verhütung und sexuell übertragbare Erkrankungen“, erklärte Dr. med. Ina Gabriele Ilkhanipur, Fachärztin für Frauenheilkundeund Geburtshilfe in Gernsbach. „Die teils unsachliche Diskussion über Wirksamkeit und Nutzen der HPV-Impfung, die Impfexperten und Impfkritiker seit Monaten öffentlich führen, hat Mädchen und deren Mütter verunsichert. Hier will ich als Frauenärztin sachlich darüber aufklären, was eine Infektion mit HPV bedeutet, welche gesundheitlichen Risiken daraus erwachsen und wie die Impfung das Risiko verringern kann“, sagte Ilkhanipur.
Jugendgesundheitsuntersuchung J1: Rundum-Check für 12- bis 14-Jährige
Eine weitere Chance, Jugendliche zu erreichen, ist die Jugendgesundheitsuntersuchung J1, ein Rundum-Gesundheitscheck, zu dem auch das Thema Impfungen gehört. Die J1 für 12- bis 14-Jährige ist bei Jugendlichen und deren Eltern weniger bekannt als die „U“- Untersuchungen für Kinder zwischen Säuglings- und Grundschulalter. „Wenn die J1 von mehr Jugendlichen als bisher wahrgenommen würde, könnte man eine gesundheitliche Versorgungslücke in der Pubertät schließen“, so Dr. med. Thomas Fischbach, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Solingen und Landesverbandsvorsitzender Nordrhein im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. „Neben der körperlichen Untersuchung haben wir auch die Möglichkeit, über persönliche Probleme, schulische Leistungen, Ernährung und Alkoholkonsum zu reden sowie den allgemeinen Impfstatus zu checken“, soFischbach. Die J1 bietet auch die Chance, Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren über die HPV-Impfung zu informieren und zu impfen.
Weltweit bestätigt: HPV-Impfstoffe sind wirksam, sicher und verträglich
Dr. med. Hans Joachim Hutt, Wissenschaftlicher Leiter der Sanofi Pasteur MSD GmbH, dem Hersteller des Vierfach-Impfstoffs, der neben Gebärmutterhalskrebs und den Vorstufen auch Genitalwarzen vorbeugen kann, betonte in Hamburg: „Die Entwicklung von Impfstoffen zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs, ist eine medizinische Innovation, die mittel- und langfristig dazu beitragen kann, die Gesundheit und die Lebensqualität vieler Frauen zu erhalten. Die HPV-Impfstoffe werden in großangelegten Studienprogrammen seit über zehnJahren geprüft und gehören damit zu den am besten untersuchten Impfungen.“
Gesundheitsbehörden weltweit haben wiederholt die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe bestätigt. „Dies zeigen auch Erfahrungen aus der Praxis“, so Hutt weiter. „Mittlerweile haben sich weltweit mindestens 15 Millionen Frauen impfen lassen; die häufigsten Nebenwirkungen waren lokale Reaktionen an der Einstichstelle oder leichtes Fieber. Dieses Nebenwirkungsspektrum entspricht dem anderer Standardimpfungen.“
Hinweise zur Veröffentlichung
Informationen zu Sanofi Pasteur MSD Sanofi Pasteur MSD ist das einzige Unternehmen in Europa, das sich ausschließlich auf die Herstellung und den Vertrieb von Impfstoffen spezialisiert hat. Dabei kann der Impfstoffexperte auf die Produktinnovationen und die Forschungserfahrungen von Sanofi Pasteur (Frankreich) und Merck & Co., Inc. (USA) zurückgreifen. Beide Anteilseigner halten je 50 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Sanofi Pasteur MSD. Weltweit arbeiten Forscherteams an der Entwicklung neuer Impfstoffe für Europa. Dabei stehen zwei Ziele im Vordergrund: zum einen die Ausdehnung des Impfschutzes auf Krankheiten, gegen die es bisher keinen Impfstoff gibt, zum anderen die Verbesserung bestehender Impfstoffe, um die Verträglichkeit, die Wirksamkeit und die Akzeptanz von Impfungen zu optimieren. Zur EinzelansichtSUCHE
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