Krebsvorstufen

Mädchen und junge Frauen fühlen sich von Gebärmutterhalskrebs meist nicht bedroht: Geht mich doch nichts an! Oft hört oder liest man, dass nur ältere Frauen daran erkranken. Was viele nicht wissen: Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich über Krebsvorstufen (Präkanzerosen). Ursache dafür ist immer eine Infektion mit Humanen Papillomviren, auch HPV genannt. Mit HPV kann man sich schon bei den ersten sexuellen Kontakten anstecken. Gegen bestimmte HP-Viren, die für einen Großteil der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht werden, gibt es seit einigen Jahren eine wirksame und sichere Impfung.

Wird eine Infektion mit Krebs verursachenden Virentypen nicht bemerkt, können diese Viren Krebsvorstufen, das sind Zell- bzw. Gewebsveränderungen der Schleimhaut des Gebärmutterhalses, verursachen. Je nach Schweregrad unterscheidet man diese in:

  • leichte Gewebsveränderung
  • mäßiggradige Gewebsveränderung
  • schwerwiegende Gewebsveränderung

Leichte und mäßiggradige Gewebsveränderungen entwickeln sich aber nicht zwangsläufig zu Gebärmutterhalskrebs weiter. Bei sechs von zehn Frauen bilden sich die Vorstufen von selbst zurück. Schwerwiegende Veränderungen jedoch müssen behandelt werden.

Wie findet der Arzt Krebsvorstufen?

Frauenärzte bieten jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchungen an. Dabei wird untersucht, ob eine Frau auffällige Zellveränderungen am Gebärmutterhals, Krebsvorstufen oder gar Gebärmutterhalskrebs hat. Für Frauen ab dem 20. Lebensjahr werden diese Untersuchungen von den Krankenkassen bezahlt. Bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung macht der Frauenarzt einen Abstrich vom Gebärmutterhals, den so genannten Pap-Test. In einer schmerzfreien Untersuchung entnimmt er mit Hilfe eines Wattestäbchens eine Zellprobe von Gebärmutterhals und Muttermund. Diese Probe wird von Spezialisten unter dem Mikroskop auf Zellveränderungen untersucht.

Ein auffälliger Befund - und jetzt?

Zunächst: Nicht jeder auffällige Abstrich bedeutet, dass eine Krebsvorstufe vorliegt. Der Frauenarzt schickt die Zellprobe in ein Labor, wo sie genauer untersucht wird. Wenn dem Arzt die Laborergebnisse vorliegen, entscheidet er, welche weiteren Maßnahmen jetzt erforderlich sind.

Diese können beispielsweise sein:

  • Wiederholung des Pap-Testes
  • Kolposkopie: genauere Betrachtung des Muttermunds mit einem speziellen Mikroskop (Kolposkop)
  • Biopsie: Entnahme von Gewebe des Gebärmutterhalses

Behandlungsmöglichkeiten von Krebsvorstufen

Wird eine Krebsvorstufe diagnostiziert, wird diese operativ entfernt.  Dieser Eingriff heißt „Konisation“. Dabei wird das betroffene Gewebestück aus Muttermund oder Gebärmutterhals herausgeschnitten.

Histologische Entwicklung des Zervixkarzinoms

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