Genitalwarzen – was ist denn das?

Von Genitalwarzen - auch Feigwarzen oder Kondylome genannt – können sowohl Frauen als auch Männer betroffen sein. Genitalwarzen sind Hautveränderungen, die an den äußeren Geschlechtsorganen oder oft auch in der Nähe des Afters auftreten. Meist sind es stecknadelkopfgroße, weißliche oder auch rötliche bis schwarze Knötchen, die durch eine Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren verursacht werden. Genitalwarzen sind zwar nicht gefährlich, aber sehr unangenehm und sehr ansteckend.

Was passiert, wenn man Genitalwarzen hat?

Frauen und Männer können sich gleichermaßen mit HP-Viren anstecken und entsprechend Überträger der Viren sein. Wichtig ist, dass sich nach der Diagnose Genitalwarzen auch der  jeweilige Sexualpartner untersuchen und ggf. behandeln lässt, um das Risiko zu verringern, sich immer wieder gegenseitig anzustecken.  

Zur Behandlung von Genitalwarzen stehen den Ärzten verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung, abhängig von Schweregrad und Ausbreitung der Erkrankung:

  • medikamentös: z. B. mit Cremes
  • chirurgisch: mit Laserstrahlen oder mit dem Skalpell
  • Vereisung der Warzen

Generell gilt: Die Entfernung von Genitalwarzen kann schmerzhaft und schwierig sein. Und: Genitalwarzen können auch nach einer erfolgreichen Behandlung wieder neu entstehen. Für die Betroffenen bedeutet das eine starke psychische Belastung, da die Erkrankung sowohl das eigene Körpergefühl als auch eine Partnerschaft negativ beeinflussen kann.

Frauen und Männer, die an Genitalwarzen erkrankt waren, erzählen, dass sie ständig daran denken mussten und dem Partner oder der Partnerin gegenüber gehemmt waren. In einer Liebesbeziehung sind Genitalwarzen häufig ein Tabu-Thema, die Partnerschaft leidet darunter. Die Betroffenen schämen sich und können den Sex nicht mehr unbeschwert genießen.

In Deutschland werden jährlich ca. 89.000 Frauen und Männer wegen Genitalwarzen beim Arzt behandelt. Besonders bei jungen Menschen nimmt die Erkrankungshäufigkeit zu – etwa jeder zehnte Jugendliche ist betroffen.

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